Physikalische Test
1. Das Ejakulat wird nach "äußeren Merkmalen" untersucht - also nach Farbe, Geruch und Konsistenz/Viskosität (gesundes Ejakulat ist zunächst zähflüssig, verflüssigt sich aber nach spätestens 30 Minuten - geschieht dies nicht, stimmt mit der Samenflüssigkeit etwas nicht).
2. Der pH-Wert wird ermittelt: Ein Wert zwischen 7,2 und 7,8 ist normal. Liegt der pH-Wert darunter, können chronische Erkrankungen (wie Tuberkulose oder ein Mangel an Bläschendrüsen-Sekret) die Ursache sein. Liegt der pH-Wert darüber, kann das ein Hinweis auf Samenwegs-Infektionen und andere Entzündungen der Geschlechtsorgane sein.
3. Volumen-Messung: Das Volumen bezieht sich auf die Menge des Ejakulats. Normal sind zwischen zwei und sieben Milliliter, gemäß den Richtlinien der WHO (Weltgesundheitsorganisation). Ist es geringer, kann das einfach daran liegen, dass der letzte Samenerguss nicht weit zurück liegt. Es kann aber auch auf organische Erkrankungen hinweisen - zum Beispiel auf Entzündungen, Prostata-Verletzungen, aber auch auf eine Störung der Bläschendrüse, die nicht unbeträchtlich Flüssigkeit zu den Spermien beisteuert. Samenbläschen steuern dem Ejakulat Fructose (Fruchtzucker) bei. Mangelt es an Fructose, steht dem Spermium zu wenig Energie auf seinem Weg in die Eizelle zur Verfügung.