Sperma Test

spermaEndlich ist der Entschluss gefallen, den großen Schritt zu wagen und eine Familie zu gründen. Doch statt froher Hoffnung und Elternstolz herrscht Unsicherheit und das große Warten: Der Nachwuchs will und will sich einfach nicht einstellen.

Bei jedem fünften Paar funktioniert die Befruchtung nicht so unkompliziert wie eigentlich erwünscht. Bleibt der Nachwuchs aus, führt meist der erste Schritt zum Gynäkologen, der eine Fruchtbarkeits-Untersuchung der Frau vornimmt. Doch statistisch gesehen sind Frau und Mann etwa gleich häufig verantwortlich für die unerwünschte Kinderlosigkeit. Beim Mann kann das Wunschkind an einer winzigen Kleinigkeit scheitern: den Spermien. Die sind zwar nur etwa ein Zwanzigstel Millimeter groß - aber entscheiden doch von männlicher Seite darüber, ob eine Befruchtung klappt oder nicht.

Die Fortpflanzung ist ein hochkomplexer Vorgang. Hormonelle Störungen der Hodenfunktion, des Stammhirns, der Hirnanhangsdrüse, der Schilddrüse oder Nebennierenrinde können ebenso die Ursache für Unfruchtbarkeit sein wie ein Verschluss der Samenwege, Krampfadern in den Hoden, Hodenentzündungen oder gar Umwelteinflüsse - um nur einige der Möglichkeiten zu nennen.

Über viele Ursachen für die Unfruchtbarkeit kann ein Spermatest Klarheit verschaffen. Seit Anfang 2006 haben Briten sogar die Möglichkeit, ihn (rezeptfrei) zu Hause in vertrauter Umgebung durchzuführen. Glaubt man den in der Zeitschrift "Human Reproduction" veröffentlichten Ergebnissen, war der so genannte Hyaloronsäure-Migrations-Test (HMT) bei insgesamt 129 Proben zu 95 Prozent genau. Deutschen Männern bleibt der Gang zum Arzt - in der Regel zum Urologen - und einer dortigen Sperma-Analyse jedoch bislang noch nicht erspart.